Kopf- und Halsdiagnostik

Diagnostik: CT/ MRT

Kopf

Der Kopf besteht aus sehr vielen und teilweise auch sehr komplizierten Strukturen. Aus radiologischer Sicht wird der Kopf zunächst in die Strukturen außerhalb und innerhalb des Schädelknochens (v. a. Gehirn) unterteilt. Zu den Strukturen außerhalb des Schädelknochens zählen dann Schädel- und Gesichtsknochen selbst, Kiefergelenke, Gesichtsweichteile, Augenhöhlen (Orbitae) und Nasennebenhöhlen.
Zur Untersuchung des Kopfs werden CT und MRT eingesetzt. Zur Beurteilung der knöchernen Strukturen, z. B. der Nasennebenhöhlen erfolgt vorzugsweise die CT. Fragestellungen sind beispielsweise Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder knöcherne Verletzungen der Schädelknochen. Zum Schutz vor unnötiger Strahlenbelastung wird insbesondere die CT der Nasennebenhöhlen als Niedrig-Dosis-CT (low dose CT) durchgeführt. Gegenüber der DVT besteht der Vorteil der besseren anatomischen Übersicht und die CT der NNH stellt eine Kassenleistung dar; die andernorts häufig alternativ angebotene DVT wird zumeist als IGeL-Leistung angeboten, und zudem meist nicht von einem Röntgenfacharzt befundet.

Die MRT wird zur Beurteilung der Weichteilstrukturen benützt, beispielsweise zur Beurteilung von Erkrankungen der Augenhöhlen. In einigen Fälle ist eine Kontrastmittel-Gabe für die Untersuchung nötig. Ihr Arzt wird hierüber vor der Untersuchung mit Ihnen sprechen.

Das Röntgen des Kopfs ist eine veraltete Technik mit geringer Aussagekraft und zurecht aus Sicht der Strahlenschutzkommission (abgesehen von wenigen Ausnahmen) nicht mehr zulässig.

Hals

Auch der Hals besteht aus vielen und teilweise komplizierten Strukturen. Unterschieden wird hierbei im Wesentlichen in den Rachenraum, die Zunge und den Mundboden, den Kehlkopf, den oberen Anteil der Speiseröhre, die Speicheldrüsen und die Lymphknoten. Die Halsweichteile können sowohl in der MRT als auch in der CT gut dargestellt werden. Der Vorzug der MRT ist die höhere Kontrastdarstellung der Weichteile, die jedoch häufig durch Bewegungsstörungen wieder eingeschränkt wird. Die CT ist aufgrund der viel kürzeren Untersuchungszeit (nur zirka 20 sec, gegenüber der MRT mit zirka 15 min) viel weniger anfällig für Bewegungsstörungen, besitzt gegenüber der MRT jedoch den geringeren Weichteilkontrast und zudem eine Belastung mit Röntgenstrahlen. In fast allen Fällen erfolgt sowohl in der CT wie in der MRT die Untersuchung mit Kontrastmittel. Ihr Arzt wird hierüber vor der Untersuchung mit Ihnen sprechen. Die meisten Untersuchungen der Halsweichteile werden zum Ausschluss eines Tumors oder einer Entzündung durchgeführt.

Gefäßsystem

Die Untersuchung der Gefäße („Halsschlagadern“) ist mit einer MR-Angiographie möglich. Zur Darstellung der Arterien am Hals ist eine Kontrastmittelgabe nötig. Die häufigste Fragestellung zur Gefäßdarstellung am Hals ist die durch Gefäß- oder Arteriosklerose bedingte Einengung (Stenose) der Gefäße.

Die Gefäßdiagnostik wird von allen Ärzten in unserem Team durchgeführt.
Um Ihnen die bestmögliche Diagnostik anbieten zu können, werden im RIZ Bilder bei unklaren oder komplexen Fällen immer mit den Experten im Team besprochen, egal an welchem Standort die Untersuchung bei uns durchgeführt wurde.

Kopf und Hals: Unsere Experten

Dr. med. Florian B. Auer

Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie

Spezialgebiet: Neuroradiologie