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FAQ für zuweisende Ärzte

FAQ für zuweisende Ärzte

Wann ist eine Computertomographie (CT), wann eine Kernspintomographie (MRT) indiziert?

Generell ist die CT eher für Hochkontrastorgane (Lunge, corticaler Knochen), die MRT eher für Weichgewebe (Sehnen, Bänder, Muskel,…) geeignet.

In folgender Tabelle haben wir häufige Indikationen den Modalitäten CT und MRT zugeordnet. Gerne stehen wir Ihnen jedoch auch telefonisch zur Verfügung, um für Ihre Patienten die sinnvollste Bildgebung zu besprechen.

CT-Indikationen

Schädel

Akutdiagnostik (z.B. frische Blutung), Sinusitis (NNH-CT), Felsenbein (knöcherne Strukturen)

Wirbelsäule

Fraktur, Bandscheiben (CT hier Behelfstechnik bei Kontraindikationen für die MRT)

Hals

Staging

Thorax

Alle Lungenerkrankungen, Lungenembolie

Abdomen/Oberbauch

Staging, Tumorsuche, Nieren-Raumforderungen, virt. Colonographie, unklare Schmerzen, Entzündungen

Becken

Staging, unklare Schmerzen, Entzündungen, V.a. Fraktur

Gefäße

Aortenaneurysma, Mesenterialarterien

MRT-Indikationen

Schädel

Neurocranium, (z.B. Ischämie, Tumor), Hypophyse, NNH-Tumoren, Orbita

Wirbelsäule

Bandscheiben, Tumor, Spondylodiszitis, Knochenmetastasen

Hals

Tumorsuche, unklare Lymphadenopathie, unklare Schluckbeschwerden, V.a. Larynx-Ca

Thorax

Raumforderung der Thoraxwand, Mamma-MRT

Abdomen/Oberbauch

Leberherde, Gallengänge (MRCP), Nebennieren, MR-Urographie, MR-Sellink, LK-Staging bei Hoden-Tumor

Becken

Gyn. Fragestellungen, Prostata-MRT, Rektum-CA, knöchernes Becken (incl. ISG)

Gefäße

Aneurysma, arterielle Stenosen, Kopf/Hals- oder Becken-Bein-Angiographie

Als ausführliche Orientierungshilfe für unsere überweisenden Kollegen bietet sich auch die Empfehlung der Strahlenschutzkommission an.

Welche Laborwerte werden zu welchen Untersuchungen benötigt?

Die notwendigen Laborwerte hängen von dem zur Untersuchung nötigen Kontrastmittel (KM) ab:

Jodhaltige Kontrastmittel (CT)

Solle eine Untersuchung mit jodhaltigem i.v.-Kontrastmittel geplant sein, so muss vor der Untersuchung bei dem Patienten eine Niereninsuffizienz und eine Hyperthyreose ausgeschlossen werden. Bitte geben Sie Ihrem Patienten den aktuellen Kreatinin- und TSH-Wert zur Untersuchung mit.

Zum Ausschluss der Niereninsuffizienz sind wir Radiologen verpflichtet den individuellen GFR-Wert (glomeruläre Filtrationsrate) eines jeden Patienten zu berechnen.
GFR > 45 ml/min = KM-Gabe unbedenklich
GFR < 45 ml/min KM-Gabe nur bei vital bedrohlichen Indikationen und fehlenden Ersatzverfahren

Im Falle einer Hyperthyreose (TSH < 0,3µIU/ml) sollte vor der Kontrastmittel-unterstützten Untersuchung eine elektive Schilddrüsen-Untersuchung erfolgen, wofür wir Ihnen auch gerne einen kurzfristigen Termin einräumen können.

Gadolinium-haltige Kontrastmittel (bei MRT)

Solle eine MRT mit i.v.-Kontrastmittel nötig sein, so wird ein Gadolinium-Präparat zur Kontrastierung verwendet. Zur Vermeidung einer nephrogenen, systemischen Fibrose (NSF) benötigen wir Radiologen wiederum den Kreatininwert, um die individuelle GFR zu berechnen.

GFR > 30ml/min = KM-Gabe unbedenklich
GFR 15–30ml/min = nur bestimmte KM dürfen bei dringenden Indikationen gegeben werden
GFR < 15ml/min = KM-Gabe nicht möglich

Schilddrüsen-Diagnostik

Um Ihnen eine möglichst gute Schilddrüsendiagnostik und Therapieempfehlung bieten zu können, bitten wir Sie möglichst alle vorhandenen Schilddrüsenwerte zur Untersuchung mitzugeben. Zusätzliche Werte werden dann u.U. von uns noch nachbestimmt. Diese Werte werden wir Ihnen dann im Befundbericht mitteilen.

Wie alt dürfen Laborwerte sein, die dem Patienten mitgegeben werden?

Bei MRT- und CT-Untersuchungen: nicht älter als 3 Monate.

Wie bekomme ich einen Termin für meine Patienten?

Hier geht es zur Terminvereinbarung.

Wie und wann erhalte ich als zuweisender Arzt von Ihnen einen schriftlichen Befund?

Sie erhalten den Befund innerhalb von 5 Werktagen per Fax. In medizinisch dringenden Fällen erhalten Sie den Befund selbstverständlich noch am Tag der Untersuchung, wir informieren Sie auch gerne zusätzlich telefonisch.

Nach der Untersuchung wird eine CD mit den Bilddaten für den Patienten angefertigt und diesem ausgehändigt.

Wie erhalte ich als weiterbehandelnder (nicht zuweisender) Arzt einen schriftlichen Befund?

Wenn Sie als weiterbehandelnder Kollege den Patienten nicht selbst überwiesen haben, benötigen wir aus Gründen des Datenschutzes und der Verschwiegenheitspflicht eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten. Liegt diese vor, senden wir Ihnen gerne eine Befundkopie per Fax.

Haben Sie weitere Fragen?

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. Sie erreichen uns über die unten angegebenen Telefonnummern.